„Eine Ecke in Valivija“
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„Eine Ecke in Valivija“
Nabu Malikata, ewige Schönheit, die du unsere Sünden vergibst, Mutter aller Inspiration und jedweden Wahnsinns! Ich bitte dich, lass schnell den Glanz des Weines meinen güldenen Becher rot färben. Nabu Malikata, ewige Schönheit, die du unsere Sünden vergibst, Mutter aller Inspiration und jedweden Wahnsinns! Der König des roten Banners bietet dir eine güldene Krone dar, und deine trunkenen Augen verwinden liebenden Paaren die Seelen, denn berauschend ist der gute Wein! Doch wonach es dem Herz des Trinkers wirklich dürstet, hörtest du noch nicht. Vergleiche ich dein Gesicht mit den Blüten, dann füllt sich mein Herz mit Scham und Unruh, und wer auch immer dein Antlitz erblickt, wird so verrückt wie ich. Nabu Malikata, ewige Schönheit, die du unsere Sünden vergibst, Mutter aller Inspiration und jedweden Wahnsinns! Ganz gleich, wie treu man dir auch ergeben ist, du gibst nichts zurück, zeigst dich unbeeindruckt gar. Wie könnte die Welt der Sterblichen je die Wonnen des Himmels genießen? Allein im Wein der Rosen liegt Glückseligkeit verborgen, und nur, weil wir sie auskosten, deine unendliche Gnade, glauben wir fälschlicherweise, dass dir die Sanftheit gar fremd ist. Nabu Malikata, ewige Schönheit, die du unsere Sünden vergibst, Mutter aller Inspiration und jedweden Wahnsinns! Die Prinzessin im fahlen Gewand kennt deine Geheimnisse, so komm, höre zu, über die Liebe, über das Leben, im Morgenwind zwischen den Bäumen, in den Bechern, aus denen ihr gemeinsam trinkt. Die Rose ist stets von leichtem Schleier verhüllt, die Nachtigall fliegt in meinen Garten, singt von Scham und Kummer, und fliegt alsdann wieder aus dem Garten davon.
