Aufzeichnungen des aschgrauen Reisenden
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Aufzeichnungen des aschgrauen Reisenden
Alles hier befindet sich in einem Kreislauf ... Alles wiederholt unaufhörlich den Tag der fürstlichen Hochzeit! Wie viel Lebenszeit habe ich hier bloß vertrödelt? Wie viele Jahre habe ich an diesem Ort verbracht, noch ehe mir diese Wahrheit bewusst wurde? Tag für Tag, Tag für Tag, Tag für Tag ... Stets vereinbarte ich mit ihr, dass wir nach dem Ende der Hochzeit gemeinsam aus diesem verdammten Berganwesen fliehen würden ... In all den zahllosen Tagen, die sich im Kreislauf wiederholen, haben sich unsere Herzen kein einziges Mal voneinander abgewandt, nur ... ... ist es uns auf ewig verwehrt, von hier zu fliehen. ... Für eine langlebige Fee mag diese tägliche Zersetzung bloß wie die Benommenheit vor dem Erwachen aus einem Traum anmuten. Doch als Mensch bin ich bereits gealtert ... Womöglich ist dies der Grund, warum es mir gelang, aus diesem Kreislauf auszubrechen – ich bin einfach zu schwach geworden ... Wird sie meinen leblosen Körper hier erblicken, wo ich den letzten Atemzug tat? Wird sie um meinen Tod weinen? Gewiss wird sie das. Selbst in diesem finsteren Abgrund bin ich mir gewiss, dass meine Liebe zu ihr und ihre Liebe zu mir so glühend brennen wie am ersten Tage. ... Zum Glück, zum Glück wird dieses täglich im Anwesen wiederkehrende Vergessen sie meinen Tod nicht spüren lassen. So kann sie zumindest noch voller Hoffnung weiterleben ... Und ausgerechnet in dieser Stunde bin ich diesem verdammten, täglich wiederkehrenden Kreislauf dankbar. ... Meine Hand vermag den Stift kaum mehr zu führen; es scheint, als müsste ich mein Versprechen brechen. Meine arme, süße Aglaya ... Ich hoffe, du wirst diese Zeilen lesen und sodann den Namen „Myshkin“ für immer vergessen.
