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Die gefräßige Ketzerin

Kranialapparat der Ketzerin

HEAD

Kranialapparat der Ketzerin

Das Instrument der Forscherin für Operationen am Gehirn: Nachdem sie das Verbrennen und Neuschmieden durchlebt haben, können ihre Nerven nun die dunkelsten Geheimnisse ertragen.

In der Intelligenzia-Gilde gibt es ein Sprichwort: „Ein verdecktes Gesicht ist ein Symbol der Weisheit.“
Aber im Gegensatz zur rationalen Selbstbeherrschung eines Gipskopfes blitzen die Instrumente auf dem Kopf der Gelehrten voller Gefahr und verbotener Geheimnisse auf.

„Es heißt, sie höre nie auf, Lobotomien an sich selbst durchzuführen, dass sie bereit sei, ihre eigenen Synapsen zu opfern, nur um mit dem Genie Schritt zu halten.“
„Man sagt, sie behandle graue Hirnsubstanz wie rohes Fleisch und ihr Schädel sei von jahrelangen Selbstexperimenten völlig durchlöchert.“

Sie schenkte dem Geflüster keine Beachtung, bis sie von ein paar Wichtigtuern aufgehalten wurde.
Sie starrten auf die Elektrodenleitungen an ihrer Metallhülle und wollten aufgeregt wissen, ob sie wirklich eine heilige Seele entweiht hatte.
Die Gelehrte lachte höhnisch.

Ein Mechanismus öffnet sich mit einem scharfen Klicken, das durch die Hallen des Lernens hallt, während Elektroden wie ein Sternenhimmel flackern.
Wunderschöne, verzweigte Strukturen entfalten sich im Inkubator und denken mit Lichtgeschwindigkeit, während Signale durch Milliarden von Zellen rasen und tiefgründiges Wissen sowie Inspiration übertragen.
„Feiglinge. Euch fehlt selbst der Mut, die Wahrheit zu ergründen, und doch maßt ihr euch an, andere zu lehren, wie man nach den Grenzen des Wissens sucht?“

Dies waren die letzten Worte, die sie inmitten aufsteigender Wellen des Keuchens und der Ausrufe hinterließ.
Weitere 43.824 Systemstunden später hieß die Technologie-Abteilung eine reine Gelehrte willkommen. Sie trieb in einem riesigen Tank voller Zerebrospinalflüssigkeit, hatte sich jedoch mit den dunkelsten Geheimnissen des Universums verbunden.