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Beobachtungen der Forschungsgesellschaft für glückliches Lächeln

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Beobachtungen der Forschungsgesellschaft für glückliches Lächeln

Einreichungsdatum: Arcadia-Kalender ████████ Zusammenfassung des Entwurfs: Vorabprüfung des Skripts für das Kommentarprogramm „Neuigkeiten aus Arcadia“, Ausgabe ███ Haupttext: „Heilendes Lächeln heilt Arcadia“ Ich nehme an, dass die Menschen in Arcadia, insbesondere unser Publikum in Dovebrook, diesen Slogan zumindest schon einmal gehört haben. Ja, dies ist der Werbeslogan jener Gruppe, die in letzter Zeit aufgetaucht ist: die „Forschungsgesellschaft für glückliches Lächeln“. Für die Mitglieder der Gesellschaft sind die Forschungsgesellschaft für glückliches Lächeln und ihre Gründerin Füllwunsch zweifellos gleichbedeutend mit „Güte“. „Lindere allen Schmerz und mache jeden glücklich“ ... Wenn die Gerüchte stimmen und der Beitritt in die Forschungsgesellschaft für glückliches Lächeln tatsächlich solche Vorteile bringt, wie könnten die Bewohner Arcadias, die durch die endlose Informationsflut ohnehin schon abgestumpft sind, da nicht in Versuchung geraten? Und genau das ist unser heutiges Thema: Was für eine Organisation ist die Forschungsgesellschaft für glückliches Lächeln eigentlich? Und kann sie den Menschen wirklich das Glück bringen, das sie sich vorstellen? ... „Ich habe irgendwie Angst vor ihnen. Sie jagen mir einen Schauer über den Rücken.“ „Es ist ein netter Ort, und alle sind total freundlich. Willst du beitreten?“ „Ich weiß nicht. Ich bin nur zum Spaß hier.“ Angesichts dieser Fragen hießen die Mitarbeiter der Forschungsgesellschaft für glückliches Lächeln unseren Reporter herzlich willkommen und stellten uns einige Informationen zur Verfügung. Interviewprotokoll ██-██-██ Reporter: „Das heißt also, unabhängig von Spezies oder Vermögen nehmt ihr alle Bewohner auf, die leiden, und versucht, ihr Trauma zu heilen, stimmt das?“ Mitglied der Forschungsgesellschaft für glückliches Lächeln: „Ja. Außerdem fallen für den Beitritt absolut keine Bearbeitungsgebühren an, und wir verkaufen auch keine Produkte. Im Kern funktionieren wir eher wie eine Wohltätigkeitsorganisation. Wir würden nicht so etwas tun, wie aus unseren Mitgliedern Profit zu schlagen wie irgendeine kommerzielle Gruppe.“ Reporter: „Gibt es Fälle, in denen ein Neuankömmling so schwere Traumata erlitten hat, dass ihr gar nicht wisst, wo ihr anfangen sollt?“ Mitglied der Forschungsgesellschaft für glückliches Lächeln: „Das kommt oft vor. In solchen Fällen veranlassen wir eine weiterführende Behandlung.“ Reporter: „Und mit ‚weiterführender Behandlung‘ meinst du ...?“ Mitglied der Forschungsgesellschaft für glückliches Lächeln: „Es ist so etwas Ähnliches wie ein minimalinvasiver Eingriff. Wir haben Methoden, den im Körper gespeicherten Schmerz zu materialisieren und herauszuschneiden. Auf diese Weise wird die Wahrnehmung dieses Schmerzes an der Quelle beseitigt.“ Reporter: „Ein Eingriff? Aber was deine Qualifikationen betrifft ...“ Mitglied der Forschungsgesellschaft für glückliches Lächeln: „Bitte mach dir keine Sorgen. Bis heute haben etwa siebzig Prozent unserer Mitglieder diesen Eingriff durchführen lassen. Ohne Ausnahme haben sie alle einen lange verlorenen Frieden wiederherstellen können, und ihr Leben hat sich normalisiert. Manche können sogar Ahas Stimme in ihrem Kopf widerhallen hören. Für die Bewohner Arcadias gibt es nichts Wunderbareres.“ Unser Reporter besuchte außerdem einen Bewohner aus der Nähe, der nach einem Unfall tief entmutigt gewesen war. Er hatte sich vor Kurzem der Glücksoperation unterzogen. Leider schien er etwas zu beschäftigt zu sein, um uns ein Interview zu geben. Er äußerte lediglich seine Zustimmung zu der Operation und zu seinem Leben danach, erklärte sich jedoch bereit, uns seinen Nachbarn nach seiner derzeitigen Situation fragen zu lassen. Interviewprotokoll ██-██-██ Reporter: „Wir sind hier, um die Nachbarn dieses Mitglieds zu interviewen. Wir haben gehört, dass ██ vor Kurzem der Forschungsgesellschaft für glückliches Lächeln beigetreten ist. Wisst ihr, wie es ihm in letzter Zeit ergangen ist?“ Nachbar A: „Na ja, immerhin zieht er nicht mehr so ein langes Gesicht wie früher. Ich schätze, das ist doch etwas Gutes, oder?“ Nachbar B: „Dieses *Schimpfwort*! Jeden Tag benimmt er sich, als hätte er sich irgendwie von den Fesseln des Irdischen gelöst, und dabei hat er nur dieses alberne Grinsen im Gesicht. Neulich konnte ich es nicht mehr ertragen und habe ihn angeschrien, und da sagte er tatsächlich: ‚Danke für deine Rücksichtnahme, ich bin wirklich ein glücklicher Mensch.‘ Ugh, da lief es mir eiskalt den Rücken runter!“ Nachbar A: „Was denn, wäre es dir lieber, wenn er wieder den ganzen Tag seufzt und aussieht, als läge er im Sterben?“ Nachbar B: „Das wäre mir immer noch lieber als ... so auszusehen wie jetzt. Der Punkt ist doch, dass keines seiner eigentlichen Probleme gelöst wurde, oder?“ ... Viele Menschen haben von der Forschungsgesellschaft für glückliches Lächeln spürbare Hilfe erhalten und empfinden tiefe Dankbarkeit dafür. Es besteht kein Zweifel daran, dass die ursprüngliche Absicht der Gesellschaft, den Menschen Hoffnung und guten Willen zu bringen, unersetzlich ist. Andererseits können wir in Bezug auf ihre medizinischen Qualifikationen ... obwohl das Personal keine weiteren Erklärungen gab, daraus schließen, dass die von ihnen propagierten Behandlungen nicht so einfach sind, wie wir sie uns vorgestellt haben. Und zuletzt hoffen wir, durch diese Stimmen unsere Zuschauer zu weiterem Nachdenken anzuregen: Wenn Leiden ein unvermeidlicher Teil menschlicher Erfahrung ist, wird dann durch das bloße Abschälen des Schmerzes nicht auch unsere eigene Integrität als Menschen verleugnet? Danke, dass du diese Ausgabe von „Neuigkeiten aus Arcadia“ eingeschaltet hast. Bis zum nächsten Mal! ---Ende--- Prüffazit: Abgelehnt Anmerkung des Prüfers: Die Formulierungen des gesamten Manuskripts sind zu radikal und voller düsterem, dekadentem Individualismus, der unser Publikum vermutlich entfremden würde. Nach sorgfältiger Prüfung haben wir beschlossen, die Ausstrahlung vorerst auszusetzen. Die weiteren Pläne für dieses Programm werden gesondert geregelt. Außerdem werden Redakteure und Reporter dazu angehalten, häufiger an internen Aktivitäten zur Teambildung teilzunehmen. Teilt eure Gefühle mit allen, diskutiert aktuelle Themen von größerem Wert und bemüht euch darum, euer persönliches Glück zu steigern.